Rundfahrt durch Flutmuldenareal: Staatssekretär Weinmeister und Bürgermeister Ritz sahen erste Erfolge

Als es am 19. Mai beim Flutmuldenfest in Mühlhausen so RF_1
stark regnete, musste leider eine Rundfahrt zu den funktional wichtigen Stellen des Flutmuldenareals verschoben werden. Bürgermeister Dr. Nico Ritz lud den hessischen Staatssekretär Mark Weinmeister deshalb noch einmal zu dieser Rundfahrt ein und am Montag, dem 07. August 2017, klappte es dann bei Sonnenschein. Dr. Nico Ritz begrüßte den Staatssekretär Mark Weinmeister vor dem Vereinsgelände des Mühlhäuser Fischereivereins und mit ihm auch Vertreter aus Politik, von Behörden, des Mühlhäuser Fischereivereins (1. Vorsitzender Walter Herwig), vom Planungsbüro Unger Ingenieure und des Ortsbeirats.

Mark Weinmeister hatte sich schon vor Jahren für das Projekt des Hochwasserschutzes im Bereich der Efze zwischen Caßdorf und Berge eingesetzt. „Das Flutmulden-Projekt, das ich sehr lange begleitet habe, liegt mir sehr am Herzen. Wir haben seit 1990 Überlegungen angestellt, was wir für den Hochwasserschutz machen können. Dabei hat die Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union vieles erleichtert. Wir gehen heute ja wieder zurück und versuchen Möglichkeiten zu finden, dass Wasser sich auf Flächen wieder ausbreiten kann ohne dabei jedoch die Dorfbebauung zu schädigen.
Wir sehen hier erste Erfolge des Hochwasserschutzes. Ich danke allen, die das Projekt mit auf den Weg gebracht haben.“RF_3

Herzlich dankte auch Bürgermeister Dr. Ritz Mark Weinmeister für sein Engagement: „Als Mitinitiator des Projekts danke ich Ihnen, dass Sie zur Rundfahrt gekommen sind. Dieses Projekt ist gut für Mühlhausen und Berge.“

Dr. ret.nat. Reiner Braun vom Planungsbüro Unger Ingenieure führte die Gruppe so dann an Furten und Flutmuldenbereiche, die für den Hochwasserschutz und den Schutz von Gebäuden in Mühlhausen und Berge maßgeblich sind. Er informierte über den Zustand vor der Maßnahme und wies auf erste Erfolge hin. Die Flutmulden hielten beispielsweise Ende Juli das Hochwasser in der Efze davon ab, Bereiche in den Dörfern zu überschwemmen und zu schädigen, die vorher regelmäßig unter Wasser standen.
Die Furten, die durch die Flutmulden führen, dienen ebenfalls als Wartungspunkte für die Reinigung der Flutmuldenbereiche.RF_4

Die Flutmulden sorgen jetzt dafür, dass die Kosten, die durch Gebäudeschäden und Feuerwehreinsätze entstehen, zukünftig eingespart werden. Rechnet man diese finanziellen Belastungen mit dem städtischen Kostenanteil der Maßnahme auf, würden sich die Kosten innerhalb von 10 Jahren amortisieren, so Dr. Braun. Die Investitionskosten für die Maßnahme belaufen sich auf rund 2,5 Millionen Euro. 85 Prozent davon trägt das Land Hessen, die restlichen Kosten teilen sich die Stadt Homberg und der Wasserverband Schwalm. (di)

 

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Bild 1: Staatssekretär Mark Weinmeister vergleicht den Plan mit der Realität. Dr. Reiner Braun (rechts neben ihm) beschreibt schon Erreichtes. Fotos: Dittmer

Bild 2: Die Flutmulden entwickeln sich zu Biotopen für Pflanzen und Tierarten.

Bild 3: Die Furten, die durch die Flutmulden führen, dienen ebenfalls als Wartungspunkte für die Reinigung der Flutmuldenbereiche.

Bild 4: Mark Weinmeister (li.) ließ sich ausführlich von Dr. Reiner Braun über die einzelnen Bereiche der Maßnahme informieren.