541.000 Euro aus zwei Förderprogrammen gehen nach Homberg (Efze)

Die Hessische Umweltministerin Priska Hinz überreichte Bescheiduebergabe
am vergangenen Freitag, 01. Dezember 2017, die Aufnahmebescheide für gleich zwei neue Förderprogramme. Für Homberg (Efze) werden insgesamt 541.000 Euro an Fördergeldern gewährt. Bürgermeister Dr. Nico Ritz war bei der feierlichen Überreichung der Bescheide in Wetzlar dabei.

„Die Förderprogramme des Städtebaus in Hessen verfolgen unterschiedliche Zielrichtungen, haben aber eines gemeinsam: Es geht uns um eine nachhaltige Stadtentwicklung für mehr Lebensqualität in den hessischen Städten und Gemeinden“, sagte Stadtentwicklungsministerin Priska Hinz in der Naturschutz-Akademie in Wetzlar. Dort überreichte die Ministerin die Aufnahmebescheide für die Bund-Länder-Programme ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ und ‚Zukunft Stadtgrün‘ an die Vertreterinnen und Vertreter von Städten und Gemeinden. Insgesamt werden in den beiden neuen Programmen 25 Standorte aufgenommen und 25,4 Millionen Euro Fördermittel bewilligt.

Mit dem ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ stellen der Bund und das Land Hessen den Kommunen ein neues und starkes Förderinstrument zur Verfügung. 17 hessische Städte und Gemeinden, dabei auch Homberg (Efze), durften sich über die Aufnahme in das neue Programm freuen. „Ein gutes und beständiges Zusammenleben aller Bewohnerinnen und Bewohner in unseren Städten und Gemeinden braucht lebenswerte und stabile Quartiere. Nachbarschaftliches Leben findet in hohem Maße in öffentlichen Räumen und öffentlichen Einrichtungen statt. Genau dort setzen wir mit dem Investitionspakt an“, so die Ministerin. Die Projekte zur sozialen Integration werden mit einer staatlichen Förderung von 90 % der förderfähigen Gesamtkosten unterstützt. Rund 17,9 Millionen Euro Fördermittel stehen insgesamt zur Verfügung. Im Rahmen des ‚Investitionspakt Soziale Integration im Quartier‘ werden quartiersbezogene Bauprojekte gefördert, die den sozialen Zusammenhalt und die Integration vor Ort unterstützen und nachhaltig stärken. Für Homberg ist die Krone das förderfähige Projekt (Fördersumme: 405.000 Euro).

Die Mehrzahl der Anträge betraf die Sanierung, Modernisierung und den Ausbau von Kindertagesstätten, Jugendzentren oder Nachbarschaftstreffs. Dabei reichte die Bandbreite von kleineren Projekten wie die Qualifizierung der Kindertagesstätten zur Schwerpunkt-Kita für Sprache, Natur- und Umweltbildung in Kirchhain bis hin zu großen Projekten wie die Sanierung des Hauses der Jugend in Wetzlar oder der Neubau des Hauses der Begegnung in Neustadt.

In das neue Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ wurden acht Standorte aufgenommen, ebenfalls Homberg (Efze).
„Grün- und Wasserflächen, begrünte Straßen und Plätze sowie Parks und Gärten sind häufig die attraktivsten Bereiche einer Stadt, in denen sich die Bewohnerinnen und Bewohner am wohlsten fühlen. Neben den sozialen Vorteilen solcher Flächen, sind sie aber auch von enormer Bedeutung, um die bereits heute spürbaren Auswirkungen des Klimawandels abzufedern. Mit dem Programm ‚Zukunft Stadtgrün‘ verknüpfen wir Stadtentwicklung mit Grünentwicklung und passen unsere Kommunen damit an den Klimawandel an“, betonte die Ministerin.
Die Hessischen Kommunen erhalten insgesamt rund 7,5 Millionen Euro von Bund und Land Hessen, um mehr und qualitativ hochwertigere grüne Infrastruktur zu gestalten. Bei ‚Zukunft Stadtgrün‘ wird die Stadt und Quartiersentwicklung vom Grün her gedacht. Das Programm konzentriert sich in Hessen auf Gesamtmaßnahmen, die modellhafte Lösungen zu Herausforderungen wie der Anpassung an den Klimawandel, dem Erhalt der biologischen Vielfalt, der sozialen Integration und der Sicherung des sozialen Friedens, dem Erhalt der Stadt als lebenswerter Raum unter dem Druck einer verstärkten Innenentwicklung oder dem gestiegenen zivilgesellschaftlichen Interesse an Stadtgrün entwickeln.
Mehrere Kommunen haben großräumige Vernetzungskonzepte für ihr Stadtgrün entwickelt, womit die Aufwertung von Stadtbereichen erzielt wird. So beabsichtigt Korbach, im Bereich des Stadtmauerrings eine zusammenhängende Grünstruktur zu schaffen. Homberg (Efze) möchte die Grünverbindung von Burgberg und Stadtpark in der Innenstadt stärken (Fördersumme: 136.000 Euro). (HMUKL/di)