Bürgerbus

Der erste Fahrtag war erfolgreich: am 20. Oktober fuhr der Bürgerbus in Homberg zum ersten Mal. Die engagierte Gruppe, die hinter dem Projekt steht, will dadurch denjenigen helfen, die bisher nur schlecht von A nach B kommen. 

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Die Vorbereitungen sind abgeschlossen, die Finanzierung ist gesichert, nun nimmt der Homberger Bürgerbus Fahrt auf. Immer dienstags und donnerstags ist er nun in der Kreisstadt unterwegs.

„Das Angebot des Busses richtet sich an alle, die noch nicht, nicht oder nicht mehr selbst mobil sind“, erklärt Dirk Schumacher stellvertretend für das Bürgerbus-Team. Dienstags können die Bewohner der nördlichen Stadtteile den Bus nutzen, donnerstags die der südlichen. Wer mitfahren möchte, kann immer montags oder mittwochs, also einen Tag im Voraus, beim Organisationsteam anrufen und seinen Fahrtwunsch mitteilen.

Die Telefonnummer dafür lautet: 05681- 7713 000.

Die Telefonzentrale ist montags oder mittwochs jeweils zwischen 15 und 17 Uhr besetzt.p1070295

Die Idee für einen Bürgerbus in Homberg ist Ende letzten Jahres im Rahmen des Programms „Land mit Zukunft“ entstanden. Auf Einladung der Herbert Quandt-Stiftung und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ diskutierten Homberger über die Zukunft ihrer Stadt und sammelten Ideen, was sich durch bürgerschaftliches Engagement verbessern lässt. Die Mobilität der Menschen auf den Dörfern war dabei schnell ein Thema.

Eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe fand sich zusammen und besprach mit Hilfe des Bürgerbus-Experten Dr. Holger Jansen vom nexus-Institut in Berlin die nächsten Schritte. Die Ehrenamtlichen klärten in den kommenden Monaten etliche organisatorische Fragen: Sie erstellten einen Finanzplan, organisierten einen Gesundheits-Check für die ehrenamtlichen Fahrer, schauten sich nach einem passenden Fahrzeug um und klärten Versicherungsfragen. Der Verein „Bürger für Homberg“ ist Träger des Vorhabens. „Das, was die Homberger geleistet haben, ist ein Paradebeispiel dafür, wie Bürger ein komplexes Thema, wie Mobilität im ländlichen Raum, selbst in die Hand nehmen“, sagt Madeleine Buchmann, verantwortliche Projektreferentin der Herbert Quandt-Stiftung. „Darum fördern wir dieses Vorhaben und finanzieren mit 30.000 Euro die Fahrzeuganschaffung sowie die laufenden Kosten bis Ende 2018.“

Am Mittwoch, dem 21. September 2016 stellten alle Beteiligten das Fahrdienstangebot der Öffentlichkeit vor. Mit viel Dank für die Landesstiftung und die Stadt Homberg (Efze) ging es zur Präsentation des Fahrzeugs. Neun Personen inklusive Fahrer und Gepäck (Einkäufe, Rollatoren usw.) haben Platz.bu%cc%88rgerbusflyer_web_seite_2

Wichtig war den Organisatoren, dass der Busbetrieb durch Spenden finanziert werden muss. Spenden können die Fahrgäste in eine Spendebox beim Fahrer legen. Und es werden auch weiterhin Aktive für den Fahr- und Telefondienst gern gesehen. (di)

Foto v.li.n.re.: Dieter Wagner, Sascha Schmidt, Jana Edelmann-Rauthe, Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Dr. Roland Löffler, Dr. Gerhard Grebe, Dirk Schumacher, Karl-Ernst Paul, Hilmar Burkhardt und Madeleine Buchmann.

weitere Informationen:

Bürgerbus-Flyer (Download)

Seite des Nexus Instituts zum Bürgerbus

Land mit Zukunft