Burgmuseum

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Das Hohenburgmuseum wurde zur 75-Jahrfeier der Burgberggemeinde im Oktober 2011 eröffnet und 2014 wieder geschlossen, weil es auf neue Räumlichkeiten wartet. Es ist geplant, das Hohenburgmuseum in der ehemaligen Engelapotheke am Marktplatz 16 unterzubringen. Dort wird es dann Funde präsentieren, die aus dem 150 m tiefen Burgbrunnen geborgen wurden. Das künftige Museum gliedert sich in die Themenbereiche

Leben auf Burg

Rekonstruktion der Burg,

Bau und Ausräumen des Brunnens,

Geschichte der Burg bis zu ihrer Zerstörung im 30-jährigen Krieg.

Darüber hinaus werden in einem Film die technisch aufwändigen Freilegungssarbeiten im Brunnen dokumentiert. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

 

Geschichte der Burg bis zu ihrer Zerstörung im 30-jährigen Krieg

Der das Efzetal überragende Basaltkegel war spätestens zu Merowingerzeiten im 8. Jahrhundert befestigt. In einer Urkunde von 1162 wird „Rentwig de hohenberg“ als ritterlicher Burgherr erwähnt. Er war zunächst Lehnsmann des Fürstabtes von Hersfeld, wurde aber ab 1190 Vasall des Landgrafen Hermann von Thüringen. 1219 vertrieb Ludwig IV. von Thüringen die Hohenberger wegen Lehnsverrats und setzte einen landgräflichen Vogt auf der Burg ein. Als nach dem Aussterben der Ludowinger im Jahr 1247 Hessen sich als eigenständiges Fürstentum zu bilden begann, blieb die Burg im Besitz des Landesherren und wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrmals umgebaut.

Landgraf Hermann, von 1480 bis 1508 Erzbischof von Köln und Herr von Homberg, erneuerte den Palasbau im Stil eines Renaissanceschlosses und Landgraf Moritz von Hessen veranlasste am Anfang des 17. Jahrhunderts umfangreiche Verstärkungen der Außenbefestigungen und ließ zwischen 1605 und 1613 von schmalkaldischen Bergleuten durch den Basaltfels hindurch einen 150 Meter tiefen Brunnen abteufen, der mit behauenen Steinquadern ausgekleidet wurde und heute der tiefste, vollständig ausgemauerte Burgbrunnen Deutschlands ist.

Titelbild: Klaus Bölling