Erste Sicherheitskonferenz

Erste Sicherheitskonferenz im Rahmen der Initiative KOMPASS

Seit dem Frühjahr 2019 ist Homberg (Efze) eine von vier Kommunen im Schwalm-Eder-Kreis, die Teilhaber der hessischen Sicherheitsinitiative KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) sind. Diese hessische Initiative bietet die Möglichkeit gemeinsam mit der Polizei Hessen die spezifischen kommunalen Sicherheitsbedürfnisse, also insbesondere die Sorgen und Ängste der Bewohner einer Gemeinde zu erheben, zu analysieren und gemeinsam passgenaue Lösungsangebote zu entwickeln.

Seitdem trafen sich in einem kleinen Arbeitskreis Vertreter der Stadtverwaltung, des Seniorenbeirates, des Stadtmarketings, der Homberger Schulen und der Polizei, um gemeinsam die Sicherheitslage der Stadt Homberg (Efze) zu erörtern. Aus diesen Treffen resultierte auch eine erste Bürgerbefragung Ende Juli während eines Wochenmarktes zum Themenkreis: „Wie sicher fühle ich mich in meiner Umgebung“.

Am 25. September 2019 fand als nächster Schritt auf Einladung von Bürgermeister Dr. Ritz die erste Sicherheitskonferenz im Rahmen von KOMPASS im Sitzungssaal des Homberger Rathauses statt.

In dieser Konferenz kamen ausgewählte kommunale Akteure zahlreicher Vereine, Institutionen und Verbände an einem Tisch zusammen.

Bürgermeister Dr. Ritz begrüßte die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz, unter ihnen den stellvertretenden Leiter der Polizeidirektion Schwalm-Eder, Herrn Kriminalrat Bernhard Volke.

Durch den KOMPASS-Ansprechpartner der Polizei für die Kommune Homberg (Efze), Polizeihauptkommissar Selchow, folgte anschließend eine Präsentation zur Sicherheitsinitiative KOMPASS sowie eine ausführliche Darstellung der Sicherheitslage aus Sicht der Homberger Polizei. Hier hatte Herr erster Polizeihauptkommissar Michael Stuhlmann die Gelegenheit den Anwesenden rückblickend für das Jahr 2018 exemplarisch die Kriminalitäts- und Verkehrsunfallanalyse und die Arbeits- und Vorgehensweise der Polizei hierbei vorzustellen.

Dabei wurde auch Bezug auf die oben erwähnte Bürgerbefragung genommen: auch wenn aufgrund der Teilnehmerzahlen diese Umfrage nicht repräsentativ ist, so konnte doch festgestellt werden, dass sich das subjektive Sicherheitsgefühl der Befragten in der Sache mit den Feststellungen der Polizei deckt. Hier ergab beispielsweise die Auswertung, dass Hauseigentümer zunehmend Sicherheitsmaßnahmen gegen Einbruchdiebstahl ergreifen, oder sich auch das Ausgehverhalten von Bürgerinnen und Bürgern gerade in den Abend- und Nachtstunden geändert hat, ebenso wie immer wieder bestimmte Orte Anlass zur für Beschwerden sind.

Daraufhin kam die Fachbereichsleiterin der Ordnungsverwaltung, Frau Berresheim zu Wort, die eine Einschätzung zur Sicherheitslage aus Sicht der Kommune selbst gab. Sie erinnerte daran, dass neben der Kontrolle des ruhenden und fließenden Straßenverkehrs u. a. auch das Aufspüren und Registrieren von unerlaubten Müllablagerungen zur städtischen Beurteilung der Sicherheitslage gehört. Dies beschäftige die Ordnungsbehörde leider immer wieder.

Nach diesen ausführlichen Informationen gab es einen Ausblick auf den nächsten Schritt des Programmes, eine für Anfang 2020 geplante Bürgerbefragung.

Im Anschluss folgte eine kleine Pause, bevor die Teilnehmer Gelegenheit hatten, selbst über Erfahrungen und Erwartungen zur Sicherheitsanalyse in der Stadt Homberg zu sprechen. Die Veranstaltung endete mit dem Hinweis auf eine weitere Sicherheitskonferenz in der dann passgenauen Maßnahmen des Sicherheitskonzeptes vorgestellt und abgestimmt sowie Ideen und ein Maßnahmenkatalog zur konkreten Umsetzung von Präventionsmaßnahmen vorgestellt werden

Was ist KOMPASS?

KOMPASS (KOMmunalProgrAmmSicherheitsSiegel) ist ein Angebot des Hessischen Innenministeriums an die Städte und Gemeinden in Hessen und zielt auf eine nachhaltig ausgerichtete Verzahnung und noch engere Zusammenarbeit zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Polizei und Kommune ab.

In vier KOMPASS-Modellkommunen Hanau, Bad Homburg, Schwalbach am Taunus und Maintal wurde seit Einführung im Dezember 2017 bereits viel für die Sicherheit vor Ort getan. Überall fanden Bürgerbefragungen und KOMPASS-Sicherheitskonferenzen statt. Die dort gemachten Erfahrungen waren durchweg positiv, so dass das Hessische Innenministerium Ende Mai die Ausweitung des Programmes für alle hessischen Kommunen beschloss. KOMPASS stößt bereits in vielen hessischen Kommunen auf großes Interesse, wie Regionalkonferenzen in anderen Teilen des Landes gezeigt haben.

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