Was ist Cittaslow?

Homberg ist nationaler Partner und Cittàslow-Stadt  – Präsentation der Arbeitskreise

Die Kreisstadt Homberg (Efze) ist Mitglied der nationalen Cittàslow-Bewegung in Deutschland. Dafür arbeiteten vier Arbeitskreise, die in den Bereichen „Umweltpolitik und Kulturlandschaft”, „Stadtstruktur und Stadtentwicklung”, „Regionaltypische Produkte und Märkte” und „Gastfreundschaft und Gastgewerbe” Potentiale Hombergs und Maßnahmen erarbeitet haben, die in die Bewerbung eingeflossen waren.

Was ist Cittàslow?
Cittàslow (langsame Stadt; ital. città = Stadt, engl. slow = langsam) ist eine Bewegung, die 1999 in Italien gegründet wurde. Sie wurde inspiriert von der Slow-Food-Bewegung. Hauptziele sind die Verbesserung der Lebensqualität in Städten und das Verhindern der Vereinheitlichung und Amerikanisierung von Städten, in denen Franchise-Unternehmen dominieren. Die Unterstützung und Betonung von kultureller Diversität und den eigenen und speziellen Werten der Stadt und ihres Umlandes sind ebenfalls zentrale Cittàslow-Ziele. Im weiteren Sinne kann Cittàslow dem Trend der sogenannten Slow-Bewegung (Entschleunigung) zugerechnet werden.

Das Cittàslow-Netzwerk
Cittàslow breitet sich auch außerhalb Italiens aus. Im Januar 2006 existierten Cittàslow-Netzwerke bereits in Deutschland, Norwegen, Großbritannien und Spanien. In anderen Ländern arbeiten ebenfalls Dörfer und Städte auf die Akkreditierung der Cittàslow-Organisation hin. Wie Slow Food ist auch Cittàslow eine Mitgliedschaftsorganisation. Die vollständige Mitgliedschaft bei Cittàslow ist nur Städten mit einer Bewohnerzahl von unter 50.000 erlaubt. Um sich für die Mitgliedschaft zu qualifizieren, muss eine Stadt normalerweise mindestens 50 Prozent der Kriterien in einem Selbstbewertungsprozess erfüllen, erst dann kann sie sich bei dem nationalen Cittàslow-Netzwerk bewerben. Die Kriterien erstrecken sich auf die sieben Themenbereiche Umweltpolitik, Infrastrukturpolitik, urbane Qualität, Aufwertung der einheimischen Erzeugnisse, Gastfreundschaft, Bewusstsein und landschaftliche Qualität. Die Mitgliedschaft erfordert auch einen jährlichen Beitrag an die Organisation.

1. Arbeitskreis: Umweltpolitik und Kulturlandschaft
Er möchte die Maßnahmen aus dem Klimaschutzkonzept umgesetzt wissen: Elektromobilitätskonzept, betriebliches Mobilitätsmanagement, den Verkehrsentwicklungsplan, das Nahwärmenetz, den Wochenmarkt und das Projekt Zukunft Stadtgrün.

2. Arbeitskreis: Stadtstruktur ud Stadtentwicklung
Der Arbeitskreis setzte sich aus Fachleuten, wie z.B. Architekten, Landschaftsplanern, Bauamtsmitarbeitern, Fachleuten für Denkmalpflege und interessierten und kundigen Privatpersonen zusammen. Im Gespräch wurde festgestellt, dass „die Edelsteine Hombergs“ zukünftig besser herausgestellt und weiterentwickelt werden sollten. Es wurden der mittelalterliche Stadtkern, die Reformationskirche, das Gasthaus Krone, das Gotische Haus, die Burg und weitere Gebäude der Stadt (z.B. die Fünffensterhäuser) genannt. Ebenfalls die Historie der Stadt sei ein Pfund, mit dem man künftig wuchern könne. Hier wurden Hans Staden und die Reformation hervorgehoben. In diesem Zusammenhang wurde die Frage gestellt, wie man die Geschichte der Stadt direkter erlebbar machen könne. Ein „Maison de Project“ könne eingerichtet werden. Und dies wurde mit der “Zukunftswerkstatt” im Haus Marktplatz 7 bereits umgesetzt. In diesen Räumlichkeiten am Marktplatz werden inzwischen aktuelle Projekte der Stadt, sowie Ideen von Bürgerinnen und Bürgern der Öffentlichkeit präsentiert und diskutiert. Auch wird die zukünftige Situation der Homberger Innenstadt mit großen Einschnitten in die Funktionen durch den Bau des neuen Einkaufszentrums an der Drehscheibe und des Multifunktionalen Zentrums im Gebäude Marktplatz 15 diskutiert werden. Es stelle sich die Frage, was dies für die Struktur der Altstadt bedeuten wird und wie man die konzeptionelle Struktur für eine Weiterentwicklung der Altstadt nutzen kann.

3. Arbeitskreis: Regionaltypische Produkte und Märkte
Der Arbeitskreis ist inzwischen zu einem Netzwerk von selbstbewussten nordhessischen Unternehmern herangewachsen, die die Vorzüge der Region erkannt haben und jetzt schon bekannter machen. Sie lieben die zentrale Lage von Homberg in Deutschland und mitten in der Natur. Sie schätzen die hochwertigen lokalen Produkte und wollen die regionalen Vermarktungsmöglichkeiten durch Kooperation stärken und ausbauen. Wir bündeln die bislang verstreuten Leuchttürme in und um Homberg zu einem nachhaltig orientierten Netzwerk. Der Wochenmarkt wird unterstützt.

4. Arbeitskreis: Gastfreundschaft und Gastgewerbe
Der Arbeitskreis bildet ein Netzwerk der Gastronomen und sein Projekt: ein Charity-Kochevent findet in diesem November 2020 in der Stadthalle bereits zum zweiten Mal statt. (di)

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