Projekt

Mit dem Bau des Multifunktionshauses soll spätestens im Sommer 2019 begonnen werden, darüber informierte Projektmanager Dipl.-Ing. Thiemo Glomb. Er stellte zusammen mit der Architektin Christine Hess das Projekt vor.
Präsentation Multifunktionshaus Marktplatz 15  – infra+net Projektmanagement/Architekturbüro Hess

Die Vorgaben des Fördermittelgebers geben hierbei einen eng gestrickten Zeitplan vor: bis Oktober 2020 muss alles fertig sein. Thiemo Glomb: „Wir haben nur 15 Monate Bauzeit. Das ist sehr sportlich.“ Ende August wird die Planung mit der Denkmalschutzbehörde besprochen und abgestimmt. Auf einer Fläche von 850 Quadratmetern sollen die sozialen Einrichtungen Volkshochschule, Musikschule, Starthilfe, Familienzentrum, Elternschule und AWO Platz finden. Dabei machte der Projektmanager deutlich: „Dann sollten wir so schnell wie möglich den Bauantrag stellen. Das müssen wir noch 2018 machen, sonst bekommen wir Schwierigkeiten.“
Die Stadt Homberg erhält vom Bund 2,7 Millionen Euro für das insgesamt drei Millionen teure Projekt, wenn die Arbeiten inklusive Schlussabrechnung bis Dezember 2020 beendet sind. Die Stadt hat 300.000 Euro der Kosten zu tragen.

Haus Marktplatz 15

Mit dem geplanten Multifunktionshaus im Erdgeschoss des Gebäudes Marktplatz 15 (ehemaliger Coop-Laden) soll ein Ort für soziokulturelle Integration entstehen. Ziel ist es, Jugend- und Kulturangebote zu schaffen und sozial-integrative Einrichtungen an einem Ort zu bündeln. In den von allen Akteuren genutzten Räumlichkeiten soll Raum sein für Betreuung, Beratung, Berufsvorbereitung und – qualifizierung sowie für Kurse und Hilfeleistungen.

Gebäude Holzhäuser Straße 3

Das Erd- und Obergeschoss des Gebäudes an der Holzhäuser Straße 3 soll mit Hilfe eines Verbindungsbaus mit dem Haus Marktplatz 15 verbunden und integriert werden. Dabei sei es in der Planung zu Verzögerungen gekommen, informierte Thiemo Glomb. Gefahrenstoffe, wie Phenole und Quecksilber sind entdeckt worden. Das Gebäude befinde sich insgesamt in einem desolaten Zustand. Es sei stark verformt, Deckenbalken waren durchgebrochen und die Giebelwand hatte sich gelöst. Man habe die Fassade zurückverankern müssen und Stahlträger eingebaut. Jetzt sei das Haus standsicher. Bei einer Untersuchung kam heraus, dass es im Gebäude mehrfach gebrannt haben muss. Im Erdgeschoss bis ins Dachgeschoss habe man verkohlte Balken gefunden, so Glomb.
Weil es bei dem Projekt jedoch um die Integration von alter Bausubstanz mit einem Neubau geht, sei das Gebäude Holzhäuser Straße 3 unverzichtbar. Deshalb muss das beschädigte Gebäude komplett saniert werden. Für die künftige Nutzung im geplanten Komplex des Multifunktionshauses hat das Architekturbüro Hess Planungsentwürfe vorgelegt. Auch eine mögliche Tiefgarage könnte unter dem ehemaligen Coop-Laden entstehen. Eine Zufahrt wäre über die Holzhäuser Straße möglich.

Der Verbindungsbau

Architektin Christine Hess präsentierte die Entwürfe. Der jetzige flache Anbau an das Haus Marktplatz 15 wird einem Verbindungsbau weichen. Er verbindet zukünftig Marktplatz 15 und Holzhäuser Straße 3 miteinander und wird laut Christine Hess eingeschossig mit einem Flachdach geplant. Ein barrierefreier Eingang entsteht vom Marktplatz aus. In diesem Teil des Gebäudes sollen Räume für Elternschule und Familienzentrum, eine kleine Küche und Funktionsräume untergebracht werden.
Die Musikschule, die ebenfalls in den Komplex einziehen soll, hat von der Nutzung her spezielle Bedürfnisse. Sie benötigt Räumlichkeiten mit Lärmschutzwänden. Sie wird deshalb nach Fertigstellung in den hinteren Teil des Komplexes, Holzhäuser Straße 3 einziehen. Dort gibt es ebenfalls einen Eingang. Der Neubau zwischen Marktplatz 15 und Holzhäuser Straße 3 erhält einen Aufzug. Bürgermeister Dr. Nico Ritz machte deutlich, dass die Räumlichkeiten aufgrund der in den Jahren wechselnden Nutzungsanforderungen so geplant werden, dass sie multifunktional mit nur wenigen tragenden Innenwänden gestaltet werden. Die Räume werden so flexibel veränderbar und das Haus werde auf verschiedene Nutzungsarten zugeschnitten, sagte der Bürgermeister.
Auf die Frage der Wirtschaftlichkeit des Projektes sagte Dr. Ritz, dass die Stadt Homberg von einem Multifunktionshaus dauerhaft profitieren könne, auch wenn es keine Mieteinnahmen gäbe. Man wolle sich eine Einrichtung wie die Musikschule oder das Familienzentrum auch zukünftig leisten. Denn beide Einrichtungen seien schon jetzt in städtischen Räumlichkeiten untergebracht, die schon jetzt nicht kostendeckend betrieben werden können. „Wir werden daran kein Geld verdienen. Aber es wird wirtschaftlicher als jetzt, weil wir weniger Kosten mit einem viel höheren Nutzen verbinden“, so der Bürgermeister. (di)

Zeichnung: Architekturbüro Hess

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen