Projekt

1. Hintergrundinformationen
Im Schwalm-Eder-Kreis wird das Programm LEADER 2014–2020 der Europäischen Union und des Landes Hessen über Lokale Aktionsgruppen (LAGn) umgesetzt. Diese decken den Schwalm-Eder-Kreis vollständig ab, ragen jedoch zum Teil auch in die Nachbarlandkreise (Hersfeld-Rotenburg, Waldeck-Frankenberg, Kassel) hinein.
In allen Regionalen Entwicklungskonzepten sind die Themenbereiche „Mobilität im ländlichen Raum“ und „Klimaschutz“ verankert. Diese Themen können in den Gebietskulissen der einzelnen LEADER-Regionen nur schwer wirkungsvoll bearbeitet werden. Drei der LEADER-Regionen, die Regionen Knüll, Kellerwald-Edersee und Schwalm-Aue, haben sich deshalb mit der Stadt Homberg (Efze), dem Landkreis Schwalm-Eder und der Kreissparkasse zusammengeschlossen, um das „Pilotprojekt Betriebliches Mobilitätsmanagement im Schwalm-Eder-Kreis“ im Rahmen einer LEADER-Kooperation umzusetzen.

2. Inhalte und Ziele des Projekts
Jahrzehntelang kannte die betriebliche Mobilität in Deutschland nur eine Richtung: immer mehr und immer größere Firmenwagen. Der Klimawandel und andere Faktoren werden jedoch Veränderungen in der Mobilität und eine Mobilitätswende nach sich ziehen, die in den kommenden Jahren weiter erheblich an Dynamik gewinnen wird. In der jungen Generation wurde der Pkw als Statussymbol längst von Smartphone, Tablet und Laptop abgelöst. Die Mobilitätsbranche beginnt gerade, sich auf diesen Wandel einzustellen und ihn mit ihren immer besser werdenden Angeboten zu verstärken. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen und die Umstellung auf Elektroautos, selbstfahrende Fahrzeuge sowie alternative Mobilitätsangebote wie CarSharing u.a. werden in der Zukunft eine immer größer werdende Bedeutung erhalten.
Vor diesem Hintergrund haben sich die Stadt Homberg (Efze), der Landkreis Schwalm-Eder und die Sparkasse Schwalm-Eder zusammengetan, um das Pilotprojekt „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ zu starten. Die Projektbeteiligten wollen eine wichtige Motivationsarbeit anstoßen, indem ihr betriebliches Mobilitätsmanagement analysiert wird und eine pilothaft-optimierte Auslastung erfährt, die über die eigenbetriebliche Nutzung weit hinausgeht.
Das im Rahmen des Projektes für die beteiligten öffentlichen Arbeitgeber und Unternehmen entwickelte Konzept soll dazu beitragen, die betrieblichen Fuhrparke sowie Dienstreisen und Privatfahrten zur Arbeitsstelle effizienter zu organisieren. Damit soll zur Kosteneinsparung und zum Klimaschutz beigetragen werden. Gleichzeitig sollen bestehende ÖPNV-Angebote stärker genutzt und Autos im CarSharing-Betrieb außerhalb der Arbeitszeiten einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. Durch die Zusammenarbeit mehrerer Akteure, die ihre Verwaltungen bzw. eine Niederlassung in der Stadt Homberg (Efze) haben und zum Teil kreisweit agieren, versprechen sich die Projektbeteiligten Synergieeffekte und eine Stärkung des Mobilitätsangebotes im ländlichen Raum. Über die Beteiligten hinaus sollen im Rahmen des Projektes mindestens zwei weitere Partner für das Vorhaben gewonnen und in das Pilotprojekt einbezogen werden.

Weitere Projektziele:
• Erstellung eines innovativen Mobilitätskonzeptes; • Bewusstseinsbildung und Motivation der beteiligten Verwaltungen und Unternehmen; • Bewusstseinsbildung und Motivation der Mitarbeiter; • Implementierung von Maßnahmenvorschlägen; • Kostensenkung durch optimierte Auslastung von Fahrzeugen; • Einsparung von Fahrzeugen; • Beitrag zur Einhaltung der Klimaschutzziele; • Senkung des CO2-Ausstoßes und • Übertragbarkeit des Modellprojektes.

3. Zielgruppen
Zielgruppen des Projektes sind einerseits die Stadt Homberg (Efze), der Schwalm-Eder-Kreis und die Kreissparkasse Schwalm-Eder als „Unternehmen“ als auch die dort beschäftigten Arbeitnehmer. Der Schwalm-Eder-Kreis hat rund 1.100 Beschäftigte. Die Kreissparkasse mit 37 Geschäftsstellen, beschäftigt 441 Mitarbeiter. Bei der Stadt Homberg (Efze) sind knapp 200 Menschen beschäftigt. Über diese Projektbeteiligten hinaus sollen im Rahmen des Projektes mindestens zwei weitere Projektpartner (Unternehmen) für das Vorhaben gewonnen und in das Pilotprojekt einbezogen werden.

4. Projektablauf

Projektphase 1: (Juni 2018 bis März 2019)
In der Projektphase 1 erfolgen für die drei Organisationen eine Fahrzeugbedarfsanalyse, eine Wohnstandort- und Erreichbarkeitsanalyse sowie eine Dienstreiseanalyse. Auf Basis der Analysen werden erste Ideen generiert und den Organisationen vorgestellt. Darüber hinaus sollen zwei weitere geeignete Unternehmen zur Teilnahme am Pilotprojekt gewonnen und einer Ist-Analyse unterzogen werden.
Zum Abschluss der Projektphase 1, findet eine öffentliche Veranstaltung für die Homberger Unternehmen zur Vorstellung der Zwischenergebnisse und des Grobkonzeptes statt.

Projektphase 2: (April 2019)
Die Projektphase 2 beinhaltet die Erstellung der Mobilitätskonzepte sowie die Vorstellung des Mobilitätskonzeptes auf einer öffentlichen Veranstaltung. Die Konzepte zeigen individuell ausgearbeitete Maßnahmen zur Verbesserung der betrieblichen Mobilität auf, sowohl je Betrieb als auch betriebsübergreifend im regionalen Zusammenhang.

Projektphase 3: (Mai 2019 bis April 2020)
In der Projektphase 3 erfolgt eine fachliche und praktische Begleitung der Umsetzung von Maßnahmen. Zu den möglichen Maßnahmen gehören CarSharing, Nutzung von Elektromobilität, Aktionstage, Fahrgemeinschaftstool, Jobticket, Jobrad usw..

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