Burgmuseum

Feierlich eröffnet wurde das neue Hohenburgmuseum am Freitag, dem 15. März 2019 im Haus Marktplatz 16 (ehemalige Engelapotheke, 1.OG.). 7000 Exponate aus unterschiedlichen Epochen der Burggeschichte werden künftig dem interessierten Besucher präsentiert. Dabei wurden aus dem Burgbrunnen während der Ausgrabungsphase von 1997 bis 2001 viele Gegenstände des alltäglichen Lebens durch Dr. Rainer Nier-Glück wieder ans Tageslicht gebracht. Eine interessante und spannende Darstellung der Belagerung, des Beschusses und der Zerstörung der Burg in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges erklärt die geschichtlichen Ereignisse auf der Burg. Das Hohenburgmuseum gliedert sich in die Themenbereiche:

Rekonstruktion der Burg;

Geschichte der Burg bis zu ihrer
Zerstörung im 30-jährigen Krieg;

Bau und Ausräumen des Brunnens;

Leben auf Burg.

Darüber hinaus werden in einem Film die technisch aufwändigen Freilegungssarbeiten im Brunnen dokumentiert. Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier.

Ein Blick in die Ausstellung.

 

Geschichte der Burg bis zu ihrer Zerstörung im 30-jährigen Krieg

Der das Efzetal überragende Basaltkegel war spätestens zu Merowingerzeiten im 8. Jahrhundert befestigt. In einer Urkunde von 1162 wird „Rentwig de hohenberg“ als ritterlicher Burgherr erwähnt. Er war zunächst Lehnsmann des Fürstabtes von Hersfeld, wurde aber ab 1190 Vasall des Landgrafen Hermann von Thüringen. 1219 vertrieb Ludwig IV. von Thüringen die Hohenberger wegen Lehnsverrats und setzte einen landgräflichen Vogt auf der Burg ein. Als nach dem Aussterben der Ludowinger im Jahr 1247 Hessen sich als eigenständiges Fürstentum zu bilden begann, blieb die Burg im Besitz des Landesherren und wurde in den folgenden Jahrhunderten mehrmals umgebaut.

Landgraf Hermann, von 1480 bis 1508 Erzbischof von Köln und Herr von Homberg, erneuerte den Palasbau im Stil eines Renaissanceschlosses und Landgraf Moritz von Hessen veranlasste am Anfang des 17. Jahrhunderts umfangreiche Verstärkungen der Außenbefestigungen und ließ zwischen 1605 und 1613 von schmalkaldischen Bergleuten durch den Basaltfels hindurch einen 150 Meter tiefen Brunnen abteufen, der mit behauenen Steinquadern ausgekleidet wurde und heute der tiefste, vollständig ausgemauerte Burgbrunnen Deutschlands ist.

Titelbild: Klaus Bölling

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