Stadtgeschichte

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Geschichte der Stadt Homberg (Efze)

Homberg wurde zu Beginn des 13. Jahrhunderts von den Thüringer Landgrafen, die seit 1121 durch Heirat auch Herren des Hessengaus waren, gegründet. Die günstige Lage der Ansiedlung im Schutz der Hohenburg über der alten Handelsstraße „Durch die langen Hessen“ bot strategische Vorteile zur Behauptung der territorialen Ansprüche und Aussicht auf günstige wirtschaftliche Entwicklung.
1231 erscheint „Eberhard von Homberch“ auf einer Urkunde des Cappeler Stiftes als villicus ( Verwalter ) der Stadt Homberg. Er war der Stammvater einer Ministerialendynastie, die bis 1427 die Stadtgeschichte wesentlich mitgeprägt hat.

Reiche Stadt des Wollhandels und Reformationsstadt

Unter Heinrich I. aus dem Haus Brabant, Enkel der Hl. Elisabeth, begann die Entwicklung der Landgrafschaft Hessen, in der Homberg bis zum
30-jährigen Krieg eine bedeutende Rolle gespielt hat. Die stark befestigte Stadt gewährte Schutz für Handel und Handwerk, und so entwickelte sich der Ort, besonders durch Woll- und Tuchhandel, zu einem der reichsten Plätze in Hessen.
Mit Bedacht wählte Landgraf Philipp Homberg als Tagungsort für den Landtag vom 21. bis 23. Oktober 1526. Diese als Homberger Synode bekannte Ständeversammlung beschloss die Einführung der evangelischen Religionsausübung für die Landgrafschaft.
Die „Reformationsstadt Hessens“ wurde im 30-jährigen Krieg weitgehend zerstört und gelangte auch nach dem mühevollen Wiederaufbau nicht mehr zur vormaligen Bedeutung. Die Kriege des 18. Jahrhunderts forderten immer wieder Opfer, und 1806 wurde Hessen von den Truppen Napoleons besetzt und anschließend Teil des neugegründeten Königreichs Westphalen.

Hombergs Aufstand gegen den König

1809 war Homberg der Ausganspunkt für den sogenannten „Dörnberg’schen Aufstand“ gegen den in Kassel residierenden König Jérôme, den jüngsten Bruder Napoleon Bonapartes. Die Revolte war ungenügend vorbereitet und scheiterte.
Nach Napoleons Niederlage 1813 in der Völkerschlacht bei Leipzig wurde Homberg wieder Amtssitz im Kurfürstentum Hessen.
1866 endete der Kurstaat durch preußische Annektierung. Die Kreisstadt Homberg, seit 1835 Heimat des hessischen Lehrerseminars und seit 1855 der Taubstummenschule, entwickelte sich zur Schulstadt.
1932 erfolgte die Zusammenlegung der Kreise Homberg und Fritzlar mit Fritzlar als Kreisstadt.

Homberg heute

Nach dem 2. Weltkrieg wuchs die Stadtbevölkerung durch Zuzug der Flüchtlinge aus dem Osten. In den 60er Jahren wurde Homberg bis zum Jahr 2004 zum Bundeswehr-Standort, ist heute Sitz des für ganz Hessen zuständigen Bundeswehr-Dienstleistungszentrums.
Die Gebietsreform von 1973 machte Homberg zur Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises.
Die Stadtregion umfasst neben der Kernstadt auf einer Fläche von 100 Quadratkilometern 22 Ortsteile mit insgesamt 14.000 Einwohnern.

 

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