Pilgern

Pilger, kommst du nach Homberg…

Der Elisabethpfad (rote Strecke) ist zwischen Marburg und Eisenach oft deckungsgleich mit dem Jakobsweg (dunkle Linie).
Der Pfarrer der Petruskirche betreut die Pilger im Refugio in der Bergstraße.

Spätestens seit Erscheinen der Bücher von Stars wie Shirley MacLaine oder Hape Kerkeling, die von ihren Erfahrungen auf dem Jakobsweg erzählen, ist Pilgern populär geworden. Auch die Stadt Homberg bietet für viele Pilger Station auf ihrem Weg. Durch Homberg führen sowohl der Elisabethpfad als auch der Jakobus- oder Jakobsweg.

Der Elisabethpfad von Eisenach nach Marburg ist im Jahr 2007 während der Feierlichkeiten zum Achthunderten Geburtstag der heiligen Elisabeth eingeweiht worden und führt direkt durch Homberg (Efze).

Seit dem Zusammenschluss der Jakobusweginitiative mit dem Elisabethpfadverein, ist der neue Weg von Eisenach nach Marburg sowohl ein Elisabethpfad, der zur Grabeskirche der Heiligen Elisabeth in Marburg führt, als auch ein Teil des Jakobsweges, mit dem Ziel Santiago de Compostela in Spanien.

Der Pilgerpfad wird von dem Logo des Vereins Elisabethpfad und dem Muschelzeichen für den Weg der Jakobspilger gekennzeichnet.

Der Elisabethweg von Eisenach bis nach Marburg hat eine Länge von 193 Kilometern, wegen der Abweichung einzelner Abschnitte, ist der Weg der Jakobspendler mit 178 Kilometern etwas kürzer.

Ein Pilgerführer, der Angaben zum Verlauf des Weges macht und Hinweise zu Sehenswürdigkeiten, Geschichte und Besonderheiten der Region bietet, kann über den Verein Elisabethpfad bestellt werden. Das Bestellformular finden Sie auf der Internetseite www.elisabethpfad.de

Übernachten und Verpflegen:

Als Refugio, also als Übernachtungsstelle für Pilger, dient das mehr als 500 Jahre alte Lutherische Gästehaus in der Bergstraße 17, unmittelbar neben der Petruskirche gelegen.

Kontakt zum Pfarramt:

Pfarrer Lutherische Petrus-Gemeinde Homberg (Efze)

Zuständig: Pfarrer Holger Degen (Wabern-Unshausen)
Telefon: (05683) 930 940
E-Mail: berge-unshausen@selk.de

Lutherische Petrus-Gemeinde Homberg (Efze)
Bergstraße 17a
34576 Homberg (Efze)
Telefon 05681 / 55 21
E-Mail homberg@selk.de

Von dort ist es nicht weit in die Homberger Innenstadt, wo sich die Pilger mit allem ausrüsten können, was sie auf ihrem Marsch benötigen: von Wundpflastern bis zur Verpflegung und von Wanderschuhen bis zu passender Kleidung.

Elisabethpfad und Jakobsweg

Der Elisabethpfad möchte die christliche Tradition beleben, auf ökumenischen Pilgerwegen hin zur Grabkirche der Heiligen Elisabeth in Marburg zu gehen. Dazu werden vorhandene Fußwege genutzt oder neue eingerichtet und spirituell ausgestaltet.

Die Heilige Elisabeth von Thüringen (1207-1231), der man zahlreiche Wunder nachsagt, gilt als Sinnbild tätiger Nächstenliebe und gehört zu den bekanntesten Heiligen im deutschen Sprachraum. Die Landgräfin kehrte nach dem Tod ihres Ehemannes dem Hofleben in Eisenach den Rücken, um als Spitalschwester in dem von ihr gegründeten Marburger Hospital für Bedürftige zu sorgen. 1235 wurde sie von Papst Gregor IX. heilig gesprochen. Im gleichen Jahr begann über ihrem Grabmal in Marburg der Bau der Elisabethkirche.

Dort, an Marburgs bekanntestem Bauwerk, treffen sich drei Elisabethpfade. Der erste Elisabethpfad von Frankfurt am Main führt auf ca. 145 Kilometern nach Marburg über Kloster Altenberg bei Wetzlar, den Elisabeth selbst gegangen ist, weil sie ihre Tochter Gertrud dort erziehen ließ. Anlässlich des 800. Geburtstags der Heiligen wurde 2007 ein zweiter Elisabethpfad von ca. 190 Kilometern von ihrem Wohnort Eisenach über die Creuzburg, Spangenberg, Homberg (Efze), Treysa, Kirchhain, Amöneburg und schließlich Marburg eröffnet.

Beide Wege haben die Elisabethkirche in Marburg als Ziel. Das Gotteshaus mit dem Grabmal der ungarischen Königstochter und jungen thüringischen Landgräfin Elisabeth von Thüringen (1207-1231) war schon im Mittelalter ein bedeutender Wallfahrtsort. Auch diese Strecke ist gleichzeitig als Weg der Jakobspilger ausgeschildert, mit Pilgerherbergen versehen und spirituell ausgestaltet.

Als Elisabeth 1228 einen Teil ihres Witwenvermögens erhielt, ließ sie 1229 in Marburg ein Hospital errichten. Sie benannte es nach Franziskus und arbeitete dort selbst als Pflegerin. Elisabeth starb im frühen Alter von 24 Jahren. 1235 wurde Elisabeth, der zahlreiche Wunder nachgesagt werden, heilig gesprochen und anschließend durch ihren Schwager, Konrad von Thüringen, mit dem ihr geweihten Kirchenbau begonnen, der als erster gotischer Bau Deutschlands zählt. Die Elisabethkirche ist bis heute Zentrum einer lebendigen Pfarrgemeinde und enthält viele Kunstwerke sowie das leere Grab Elisabeths. Vor allem in Thüringen, Hessen und Ungarn sind Sagen und Überlieferungen zur Heiligen Elisabeth bis heute erhalten geblieben – wie zum Beispiel die Sage vom Rosenwunder.

Wegen der sich ausbreitenden Wunderbezeugungen wurde die Stadt Marburg bald darauf zu einem sehr wichtigen Wallfahrtsort. Der Strom der Pilger zu ihrem Grabmal unter der Elisabethkirche machte die Stadt reich und bedeutend. Auf der Creuzburg in Westthüringen, einem von Elisabeth bevorzugten Aufenthaltsort, gibt es eine Elisabethkemenate, die seit 1993 wieder der Öffentlichkeit zugänglich ist.

Kontakt:
Verein Elisabethpfad e.V.
Hauptstr. 10
56357 Hainau
Tel.: 06772-96432
E-Mail:
info@elisabethpfad.de
Internet:
www.elisabethpfad.de

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